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<title>Entenga</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Entenga</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Entenga</b> (<a href="Luganda" title="Luganda">Luganda</a>), auch <i>nakawombe</i>, ist eine Reihe von 15 gestimmten <a href="Kesseltrommel" title="Kesseltrommel">Kesseltrommeln</a> mit einem zylindrisch-konischen Holzkorpus, die seit ihrer Einführung im 18. Jahrhundert bis 1966 in <a href="Uganda" title="Uganda">Uganda</a> von sechs Musikern in der Zeremonialmusik der <a href="Buganda" title="Buganda">bugandischen</a> Könige gespielt wurden und wegen der Auflösung der Königtümer danach praktisch verschwanden. Die Spieltradition wurde aufgrund einer Initiative 2013 wiederbelebt. Die als Rhythmus- und Melodieinstrument eingesetzten <i>entenga</i>-Trommeln bestehen aus zwölf von vier Musikern gespielten Melodietrommeln, einer kleinen Rhythmustrommel (<i>entemyo</i>) und zwei von einem weiteren Musiker gespielten großen Rhythmustrommeln (<i>kyawakati</i> und <i>nakawombe</i>).
</p><p>Die <i>entenga</i>-Trommelreihe hat afrikanische Parallelen in Uganda, <a href="Malawi" title="Malawi">Malawi</a> und <a href="Nigeria" title="Nigeria">Nigeria</a> und wird unter dem Oberbegriff „Trommelspiel“ (englisch <i>drum chime</i>, „klingende Trommeln“) mit zwei melodisch verwendeten Trommelsätzen in Asien verglichen: dem Trommelkreis <i><a href="Hsaing_Waing" title="Hsaing Waing">hsaing waing</a></i> in Myanmar und der Reihe von fünf Trommeln <i>taganing</i> bei den <a href="Batak" title="Batak">Batak</a> in <a href="Sumatra" title="Sumatra">Sumatra</a>. Allen gemeinsam ist die hauptsächliche Verwendung in der rituellen Musik und eine musikalische Beziehung zu den regionalen <a href="Xylophon" title="Xylophon">Xylophonen</a>. Hiervon unterscheidet sich der selten in der klassischen indischen Musik gespielte Trommelkreis <i><a href="Tabla_Tarang" title="Tabla Tarang">tabla tarang</a></i>.
</p>


<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herkunft">Herkunft</h2></div>
<p>Der entwicklungsgeschichtliche Ausgangspunkt, um Rhythmen zu erzeugen, waren Schläge mit den Händen gegen den Körper und Stampfen mit den Füßen auf den Boden. Die älteste Möglichkeit, die so erzeugten Schallereignisse zu verstärken, waren <a href="Idiophon" title="Idiophon">Idiophone</a>, gegeneinander geschlagene Stäbe für einzelne Schlagfolgen oder geschüttelte <a href="Rassel" title="Rassel">Rasseln</a>, um Geräusche zu erzeugen. Das Fußstampfen ließ sich durch die Einführung von zunächst <a href="Schlagbalken" title="Schlagbalken">Stampfbrettern</a> und später den in Afrika weit verbreiteten <a href="Schlitztrommel" title="Schlitztrommel">Schlitztrommeln</a> klanglich verbessern. Die spätere Entwicklung der <a href="Membranophon" title="Membranophon">Membranophone</a> geht vom gedachten Ursprung der <a href="Erdtrommel" title="Erdtrommel">Erdtrommel</a> aus zur Erfindung transportabler <a href="Trommel" title="Trommel">Trommeln</a>, die nicht mehr nur mit den Händen, sondern auch mit Stöcken geschlagen wurden.
</p><p>Die beiden hauptsächlichen Typen von großen Trommeln sind zum einen <a href="R%C3%B6hrentrommel" title="Röhrentrommel">Röhrentrommeln</a>, die in ihrer natürlichen Form zylindrisch sind und einen Korpus aus Holz besitzen, weil sie wie Schlitztrommeln aus einem Baumstamm ausgehöhlt werden. Für den anderen Typ der <a href="Kesseltrommel" title="Kesseltrommel">Kesseltrommeln</a> ist das charakteristische primäre Material Ton, aus dem sich am einfachsten eine Schale formen lässt.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die zunächst von einem Baumstamm gerade abgesägten Trommeln wurden irgendwann in ihrer Größe soweit reduziert, dass sie schräg oder senkrecht aufgestellt und von einem Musiker im Stehen gespielt werden können. Ihrer Länge wegen schräg auf den Boden gestellt wird etwa die lange hölzerne Zylindertrommel (<i>igba, nkwa, ogwe</i>) der <a href="Igbo_(Ethnie)" title="Igbo (Ethnie)">Igbo</a> in Nigeria.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Weiterentwicklung ist es, an der Unterseite drei oder vier Füße herauszuschlagen, damit die Trommel auf einem weichen unebenen Boden besser steht. Trommeln mit derartigen „Zähnen“ sind aus nahezu ganz Afrika bekannt.
</p><p>Die Formen afrikanischer Trommeln lassen sich bestimmten Verbreitungsregionen zuordnen. So sind etwa <a href="Sanduhrtrommel" title="Sanduhrtrommel">Sanduhrtrommeln</a> mit gegeneinander verspannten Membranen von variabler Tonhöhe zusammen mit Doppelglocken (wie der <i><a href="Gankogui" title="Gankogui">gankogui</a></i>) ein Charakteristikum für die Musik der westafrikanischen Küste bis nach <a href="Nigeria" title="Nigeria">Nigeria</a>,<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> während für ostafrikanische stehende Holztrommeln anstelle der Füße die zylindrisch-konische Form mit einer kleinen kreisförmigen Standfläche typisch ist.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hierzu gehört die <i>entenga</i>. Eine solche kleine Standfläche besitzen neben dem ugandischen Trommeltyp auch Bechertrommeln mit einem langen schlanken Fuß.
</p><p>Von diesen Trommeltypen werden Kesseltrommelpaare unterschieden, die von der arabischen <i><a href="Naqqara" title="Naqqara">naqqara</a></i> abstammen und mit der islamischen Kultur zu den muslimischen Herrscherhöfen in der <a href="Sudan_(Region)" title="Sudan (Region)">Sudanregion</a> kamen.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Angesichts der zahlreichen Formvarianten und Mischformen innerhalb der drei großen Gruppen Kesseltrommeln, einfellige und zweifellige Röhrentrommeln verwendet <a href="Bernhard_Ankermann" title="Bernhard Ankermann">Bernhard Ankermann</a> (1901) anstelle der Korpusform die Art der Membranbefestigung als das charakteristische Merkmal zur Klassifizierung der afrikanischen Trommeltypen. Die <i>entenga</i> mit ihrer Schnurspannung längs bis zur Unterseite des Korpus steht damit in einer Gruppe (3.a) mit Sanduhrtrommeln, Zylindertrommeln und kegelstumpfförmigen Trommeln. Die anderen Methoden der Membranbefestigung sind in die Korpuswand eingeschlagene Holzpflöcke, mit Keilen gespannte Ringe aus Pflanzenfasern und nur selten bei kleineren Trommeln eine am Rand aufgeklebte Membran.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für letztere Methode gibt es für Uganda einen fotografischen Beleg einer auf drei Beinen stehenden Holztrommel vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Aus derselben Zeit ist ein Exemplar einer Trommel aus Busoga erhalten, deren Membran an einem mittigen Ring verschnürt ist. Für die große Mehrheit der ugandischen einfelligen Trommeln verbleibt die Fixierung der Membran an Pflöcken.
</p><p>Die Korpusform ugandischer Trommeln variiert zwischen den Extremen: der schlanken Zylindertrommel <i>fumbo</i> der Adhola (Jopadhola) im östlichen <a href="Distrikt_Tororo" title="Distrikt Tororo">Distrikt Tororo</a> mit 16 Zentimetern Durchmesser und einer Länge von 105 Zentimetern, und der <i>ntimbo</i> der <a href="Banyoro" class="mw-redirect" title="Banyoro">Banyoro</a> in Westuganda mit einem flachen schalenförmigen Korpus. Zahlreiche weitere einfellige Trommeltypen existieren mit Korpusformen dazwischen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i>Fumbo</i> und <i>ntimbo</i> sind <a href="Zeremonialtrommel" title="Zeremonialtrommel">Zeremonialtrommeln</a>. Die bedeutendste Zeremonialtrommel in Uganda war die auf einer <a href="Distrikt_Kalangala" title="Distrikt Kalangala">Ssese-Insel</a> aufbewahrte Bechertrommel <i>timba</i> mit figürlichem Schnitzwerk des <a href="Kabaka" title="Kabaka">Kabaka</a> von Buganda.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Buganda und in anderen Regionen ist die schlanke, sich nach unten verjüngende Röhrentrommel <i>engalabi</i> die am häufigsten verwendete Trommel für festliche und zeremonielle Anlässe. Die 90 bis 12 Zentimeter lange <i>engalabi</i> wird in senkrechter Position oder schräg zwischen den Beinen gespielt.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Zeremonialtrommel am Hof von Buganda, <i>timba</i> (<a href="Luganda" title="Luganda">Luganda</a> für „Python“), heißt so, weil das Relief einer Schlange auf ihren Korpus geschnitzt ist. Sie wurde nur von Heilern bei mit Schlangen in Verbindung stehenden Besessenheitsritualen eingesetzt.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach der Überlieferung wurde sie Anfang des 16. Jahrhunderts eingeführt. Kaum weniger hat sich die mündliche Überlieferung mit der <i>entenga</i> beschäftigt. Der bugandische Politiker und Ethnograph <a href="Apolo_Kaggwa" class="mw-redirect" title="Apolo Kaggwa">Apolo Kaggwa</a> hielt im Jahr 1908 erstmals ausführlich die Überlieferung zur Herkunft der <i>entenga</i> schriftlich fest. Zur Geschichte des Lugave-Clans (einer der fünf ursprünglichen Clans des Königreichs Buganda) schreibt er auf Luganda über die <i>entenga</i>:
</p>
<dl><dd>Einst trafen sich im Kyagwe County (im <a href="Distrikt_Mukono" title="Distrikt Mukono">Distrikt Mukono</a>) vier junge Männer, die jeder für sich das Spiel der <i>entenga</i> erlernten. Als sie dieses beherrschten, begleiteten sie als Musiker zunächst Mmunyi, der Heilerpriester des Besessenheitskults um den unsterblichen Geist (auch Kriegsgott) Nende im nahegelegenen Ort Bukeerere war. Nende, der dort an seinem Heiligtum verehrt wurde,<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> lernte so die vier Trommler kennen, die fortan in seinen Diensten spielten. Eines Tages begleiteten sie Nende zum königlichen Palast, wo Kabaka Kyabagu den Klang der <i>entenga</i> hörte. Davon angetan nahm der die Trommeln Nende weg und behielt sie für sich. Den vier Musikern schenkte er ein Dorf und machte sie reich. Weitere Trommeln kamen später hinzu, aber der Trommelsatz verblieb im Besitz des Kabaka. Kyabagu ließ die Musiker regelmäßig vorspielen und gab ihnen als Dank für seine Wertschätzung außerdem einen <i>kawawa</i> genannten Speer, der zum Schutz der Trommeln immer in deren Mitte in den Boden gesteckt werden sollte.</dd></dl>

<p>Die Erzählung enthält noch weitere Details und etliche Eigennamen von handelnden Personen, um die Bedeutung der Geschehnisse plastisch zu machen. Mmunyi, der als erster Bewahrer der Trommeln erscheint, verkörpert den Geist Nende. Hinzu kommt der Titel Kajugujwe für das Oberhaupt des örtlichen Butiko-Clans (Pilz-<a href="Totem" title="Totem">Totem</a>-Clan), eine Position, die Mmunyi innehatte. Kajuguwe und Nende waren einst die Namen realer Menschen. Von Nende wird gesagt, dass er Lusoga sprach und ein Musoga war (Singular Musoga, Angehöriger des Königreichs Busoga). In Busoga glaubt man entsprechend, dass die <i>entenga</i> von dort nach Buganda gebracht wurde.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Ankunft dieser namentlich erwähnten Personen verankert die <i>entenga</i> in der eigenen Tradition des Königreichs Buganda. Den Namen Kajuguwe sollen einst die Nachkommen eines gewissen Kawere übernommen haben, der ein Jahrhundert vor den geschilderten Ereignissen um die Trommeln angeblich aus einem weiter im Westen von Buganda gelegenen Gebiet herkam. Am Ufer des <a href="Victoriasee" title="Victoriasee">Victoriasees</a> traf dieser Kawere auf drei furchterregend aussehende Gestalten, die ihm jedoch erklärten, friedfertig zu sein und zum Kabaka (auf eine Ssese-Insel) zu wollen. Einer der drei fremden Männer war Nende, der als Mensch gegen Ende des 17. Jahrhunderts gelebt haben soll. Der spätere Geist Nende beschützte das Reich in seiner Eigenschaft als Kriegsgott und machte den Kabaka mit den <i>entenga</i>-Trommeln vertraut. Die über den Namen Kajugujwe hergestellte Verbindung zum Butiko-Clan verlegt den Ursprung der Trommeln in ein zentrales Gebiet von Buganda, wo dieser Clan zuvor siedelte. Dem Butiko-Clan wird auch die Urheberschaft anderer musikalischer Aktivitäten zugeschrieben, darunter des von Trommeln und Gesang begleiteten bugandischen Königstanzes <i>amaggunju</i>.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Traditionell haben die Spielpraxis der Ende des 16. Jahrhunderts eingeführten <i>amaggunju</i>-Trommeln und der <i>entenga</i>-Trommeln einiges gemeinsam.
</p><p>Für die Dauer seiner von 1750 bis 1780 währenden Herrschaft gab es Spannungen zwischen Kabaka Kyabagu und seinen Untergebenen, er starb bei der Rebellion der Prinzen. Dass Kyabagu persönlich an Musik und an den <i>entenga</i> interessiert war, geht aus mehreren Liedern hervor, die Anekdoten aus seinem Leben und von seinen problematischen politischen Entscheidungen erzählen. Neben den Akteuren, die für die Etablierung der <i>entenga</i> verantwortlich waren, lässt sich den Erzählungen auch entnehmen, dass die <i>amaggunju</i>-Trommeln bereits vor den <i>entenga</i> bekannt waren, die wahrscheinlich unter Kabaka Kyabaggu in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in die höfische Musik aufgenommen wurden. Dass die Musiktradition von Buganda auch anderweitig Neuerungen aufgeschlossen war, macht die Einführung der über arabische Händler nach Uganda gelangten Röhrenspießgeige <i><a href="Endingidi" title="Endingidi">endingidi</a></i> Anfang des 20. Jahrhunderts deutlich.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Verbreitungsgebiet der Trommelspiele in Uganda nach <a href="Klaus_Wachsmann" title="Klaus Wachsmann">Klaus Wachsmann</a> (1965) ist der Osten des Königreichs <a href="Buganda" title="Buganda">Buganda</a> (mit dem <a href="Distrikt_Mukono" title="Distrikt Mukono">Distrikt Mukono</a>), das östlich angrenzende Königreich Busoga, Bugwere (Gebiet der <a href="Bagwere" title="Bagwere">Bagwere</a>) und das Gebiet der <a href="Langi" title="Langi">Langi</a> in der nördlichen Mitte des Landes.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bauform">Bauform</h2></div>


<p>Konstruktiv ist eine <i>entenga</i> eine zweifellige Röhrentrommel mit einer zylindrisch-konischen Korpusform. Etwa die Hälfte des hölzernen Korpus entspricht dem zylindrischen Baumstamm während die untere Hälfte bis auf eine kleine kreisrunde Aufstellfläche verjüngt ist. Die untere Öffnung ist wie die obere mit einer <a href="Rindshaut" title="Rindshaut">Rindshaut</a> überdeckt und dient dazu, die Trommelmembran mit einer Vielzahl enger verdrehter Hautstreifen gegen die Unterseite zu verspannen. Akustisch und funktionell entspricht die senkrecht aufgestellte <i>entenga</i> einer Kesseltrommel, weshalb sich eine Klassifizierung als „Uganda-Kesseltrommel“ durchgesetzt hat.
</p><p>Die V-förmige Verschnürung ist so dicht, dass die Hautstreifen praktisch parallel verlaufen und die gesamte Korpusoberfläche bedecken. Für eine mittelgroße Trommel werden rund 90 Meter Hautstreifen benötigt, die etwa 150 V-Verschnürungen ergeben. Falls nach längerem Nichtgebrauch die Membranspannung nachgelassen hat, können provisorisch Keile unter die Verschnürung geschoben werden. Bei anderen Trommeln werden solche Keile standardmäßig verwendet, um den Ton zu erhöhen. Für eine generelle stärkere Spannung der Membran schlägt der Musiker mit einem Schlägel direkt neben dem Rand der Membran in einer Abwärtsbewegung gegen die Verschnürung. Ist die Membranspannung zu stark, drückt er mit der Faust stark auf die Mitte der Membran.
</p><p>Ein Satz <i>entenga</i>-Trommeln besteht aus 15 Instrumenten unterschiedlicher Größe, von denen 12 entsprechend ihrer Tonhöhe in einer Reihe stehen und zur Melodiebildung gespielt werden. Diese 12 Trommeln sind mit Rindshautstreifen an einer waagrechten Stange festgebunden, die an beiden Enden an in den Boden gesteckten Pfosten befestigt ist, so die Beobachtung von Klaus Wachsmann 1945 und von Lois Ann Anderson 1964–66. Jeweils zwei der Melodietrommeln waren damals miteinander verbunden. Heute wird auch ein Holzgestell mit einem quadratischen Abteil für jede einzelne Trommel verwendet. Die hineingestellten Trommeln sind wie die früher angebundenen Trommeln leicht schräg den Musikern zugewandt und in der Höhe so angeordnet, dass die auf einer Bank nebeneinander sitzenden Spieler die Membranen in Kniehöhe vor sich haben. Die kleinste Trommel befindet sich zu ihrer Linken.
</p><p>Die übrigen 3 größeren Trommeln, die der rhythmischen Begleitung dienen, stehen separat in der verlängerten Linie der anderen auf der Seite der kleinsten Trommel und werden von stehenden Musikern gespielt. Vier Musiker bedienen die 12 Melodietrommeln, der erste Musiker erreicht die hohen Trommeln 1 bis 5, der zweite die Trommeln 3 bis 7, der dritte die Trommeln 6 bis 10 und der vierte Musiker die tiefen Trommeln 8 bis 12. Die Wirkbereiche der Musiker überlappen sich. Jeder kann nicht nur 3, sondern 5 Trommeln schlagen und damit allein ein Melodiemuster produzieren. Für die 3 separaten Rhythmustrommeln werden zwei Musiker benötigt.
</p><p>Die Melodietrommeln werden mit sehr langen dünnen Stäben (<i>enga</i>) geschlagen, die am vorderen Ende U-förmig aufgebogen und am Griffende mit Stoff umwickelt sind, um sie besser in der Hand halten zu können. Die meisten ugandischen Trommeln werden nicht mit den Händen, sondern mit Schlägeln geschlagen. Diese rund ein Meter langen Stäbe sind eine Besonderheit der <i>entenga</i>. Dünne Stäbe von bis zu 40 Zentimetern Länge wurden ansonsten früher nur für das zu den bugandischen Königstrommeln gehörende kleine Trommelpaar <i>kanabba</i> benutzt.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die früher für die große äthiopische Zeremonialtrommel <i><a href="Negarit" title="Negarit">negarit</a></i> verwendeten Schlägel waren ähnlich lang und nach oben gebogen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Üblich für andere Trommeln in Uganda sind kürzere, bis zu 30 Zentimeter lange und dickere Schlägel, wie sie auch für Nr. 13 und Nr. 14 der Rhythmustrommeln verwendet werden. Die größte Rhythmustrommel, Nr. 15, genannt <i>nakawombe</i>, wurde laut Klaus Wachsmann (1965) mit zwei besonders schweren Hölzern geschlagen. Lois Ann Anderson (1977) erklärt, dass die kleinere Rhythmustrommel Nr. 13, <i>entemyo</i>, von einem Musiker bedient wurde, während der zweite Musiker meistens die großen Trommeln Nr. 14, <i>kyawakati</i>, und Nr. 15, <i>nakawombe</i>, mit jeweils einem dicken Stock schlug.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Nakawombe</i> ist auch eine Alternativbezeichnung für die gesamte Trommelgruppe. Die Melodietrommeln (<i>omuwanjo</i>) werden ebenfalls mit Namen unterschieden und nach den vier Spieler aufgeteilt. Die fünf am höchsten klingenden Trommeln 1 bis 5 heißen wie allgemein hohe Töne <i>obutono</i> („die kleinen“). Überlappend heißen Trommeln 3 bis 7, die in Anordnung und Tonhöhen die mittlere Position einnehmen, <i>enjawuzi</i> („die Teiler“). Trommeln 6 bis 10 werden <i>enazi</i> genannt, abgeleitet vom Verbstamm <i>-naga</i> („den Auftakt bilden“), weil mit ihnen das erste musikalische Thema gespielt wird. Das Wort für die Trommeln 8 bis 12, <i>amatengezi</i> („die Zitternden“) ist von der Wurzel <i>-tengeteza</i> abgeleitet, zu deren Bedeutungsumfeld das tiefe Grollen oder Erzittern der Erde bei einem Erdbeben gehört.
</p><p>Die Bezeichnung <i>entemyo</i>, laut Klaus Wachsmann (1965) für Rhythmustrommel 14 (wobei Nr. 13 und 14 unklar auch <i>enjongo</i> heißen können), ist von <i>obutemyo</i> (Singular <i>akatemyo</i>) abgeleitet, wie die Spitze eines konischen Hausdachs, die drei kürzesten Saiten der Bogenharfe <i><a href="Ennanga" title="Ennanga">ennanga</a></i> und drei Saiten der Ganda-<a href="Leier_(Zupfinstrument)" title="Leier (Zupfinstrument)">Leier</a> <i>endongo</i> genannt werden.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Weshalb diese Trommel so genannt wird, ist unklar, denn sie ist nicht die höchste, sondern die mittlere unter den Rhythmustrommeln. Die am höchsten klingende, vergleichsweise schlanke Rhythmustrommel ist Nr. 13, <i>entemyo</i> (auch <i>enjongo</i>, der Name <i>entemyo</i> steht auch für ein Trommelpaar in einem anderen Ensemble). <i>Enjongo</i> erscheint als Name für diese eine Trommel im Singular, sollte aber die Pluralbildung von <i>olujongo</i> sein. Eine Trommel namens <i>olujongo</i> gehörte zu den sechs Zeremonialtrommeln <i>entamiivu</i> am Hof von Buganda. Die <i>olujongo</i> war mit einer Länge von 105 Zentimetern und einem maximalen Durchmesser an der Membran von 26 Zentimetern ungewöhnlich schlank, was vielleicht eine Beziehung zum Adjektiv <i>olujongojongo</i> herstellt, das laut einem Luganda-Französisch-Wörterbuch von 1917 etwa gebraucht werden kann, um einen „Mann so dünn wie eine Bohnenstange“ zu beschreiben.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Spielweise">Spielweise</h2></div>
<p>Mitte des 20. Jahrhunderts war die <i>entenga</i> am Königshof von Buganda gegenüber den Zeremonialtrommeln <i>timba</i> und <i>namanyonyi</i> von nachrangiger Bedeutung, dennoch durfte sie nur während der Anwesenheit des Kabaka gespielt werden. Die <i>entenga</i>-Trommeln waren im alleinigen Besitz des Kabaka. Im Jahr 1955 erwarb <a href="Joseph_Kiw%C3%A1nuka" title="Joseph Kiwánuka">Joseph Kiwánuka</a>, der damalige Bischof von <a href="Masaka_(Stadt)" title="Masaka (Stadt)">Masaka</a>, die königlichen <i>entenga</i> für die Musikabteilung der <i>Kizito's Technical School</i>, wo sie erstmals für die Allgemeinheit zur Verfügung standen. Vor dieser Zeit konnte nur jemand die <i>entenga</i> ausleihen, wenn er die besondere Gunst des Kabaka erworben hatte oder ein Mitglied eines der die Trommeln betreuenden Clans war. Neben dem Butiko-Clan (Pilz-<a href="Totem" title="Totem">Totem</a>) waren dies der Lugave-Clan (<a href="Schuppentiere" title="Schuppentiere">Schuppentier</a>-Totem) und der Endiga-Clan (Schaf-Totem).<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Jahr 1950 nahm der Musikethnologe Hugh Tracey <i>entenga</i>-Musik im königlichen Palast von Buganda auf.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Weitere Tonaufzeichnungen machte die Musikethnologin Lois Ann Anderson bei ihrem Aufenthalt in Uganda 1964 bis 1966.
</p><p>Mitte der 1960er Jahre waren beim Kabaka 14 <i>entenga</i>-Trommelspieler angestellt, die fünf verschiedenen Clans angehörten: 4 Musiker des Lugave-Clans (Schuppentier-Totem), 4 des Mmamba-Clans (<a href="Lungenfische" title="Lungenfische">Lungenfisch</a>), 3 des Pfumbe-Clans (<a href="Afrikanische_Zibetkatze" title="Afrikanische Zibetkatze">Zibetkatze</a>), einer des Butiko-Clans (Pilz) und einer des Ndiga-Clans (Schaf). Die Auswahl jedes Einzelnen hing mit seinen verwandtschaftlichen Beziehungen zusammen und die Bestimmung der teilnahmeberechtigten Clans folgte teilweise weit zurückreichenden Traditionen. Der Leiter dieser Musiker, der die beiden tiefsten Rhythmustrommeln spielte, gehörte zum Lugave-Clan.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Entenga</i>-Trommeln gab es bis in die 1960er Jahre nur im Palast des Kabaka in <a href="Kampala" title="Kampala">Kampala</a>. Mit Beginn der autokratischen Herrschaft von <a href="Milton_Obote" title="Milton Obote">Milton Obote</a> 1966 wurden alle ugandischen Königtümer gewaltsam aufgelöst und der Palast des Kabaka zerstört, worauf das <i>entenga</i>-Ensemble zusammen mit den übrigen königlichen Traditionen verschwand. Der von Kiwánuka 1955 erworbene Trommelsatz konnte in den 1960er Jahren nicht mehr gespielt werden. Ende der 1960er Jahre besorgte sich das <i>Kyambogo Teacher’s College</i> in Kampala einen weiteren Nachbau des Trommelsatzes und engagierte einen <i>entenga</i>-Spieler, um das Trommelspiel an zukünftige Lehrer weiterzugeben. Die drei Rhythmustrommeln sind auf Abbildungen aus jener Zeit nicht zu erkennen und fehlten wahrscheinlich.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die gesamte <i>entenga</i>-Tradition war praktisch erloschen.
</p><p>Die Initiative <i><a href="Singing_Wells" title="Singing Wells">Singing Wells</a></i> eines britischen und eines kenianischen Musiklabels zum Erhalt traditioneller Musik in Ostafrika begann 2013 mit dem Versuch, die <i>entenga</i>-Tradition wiederzubeleben. Als deren Kronzeuge fanden sie den Trommler Musisi, der 16 Jahre alt war, als der Königspalast in Kampala zerstört wurde. Unterstützung für das Projekt kam außerdem von Albert Ssempeke (* 1979), der die Flöte <i>endere</i>, die Leier <i>endongo</i>, die Bogenharfe <i><a href="Ennanga" title="Ennanga">ennanga</a></i> und Trommeln spielt.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So wurde ein Satz von 15 neuen Trommeln hergestellt und dieser nach alten Tonaufzeichnungen gestimmt.
</p><p>Die bugandische Musik ist <a href="Pentatonik" title="Pentatonik">pentatonisch</a>. Die höfische Musik wurde ursprünglich für Gesangsstimme und die Bogenharfe <i>ennanga</i> komponiert und anschließend auf das Holmxylophon <i><a href="Amadinda" title="Amadinda">amadinda</a></i> (in der höfischen Musik <i>entaala</i> genannt) und die Trommeln <i>entenga</i> übertragen.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit der Bogenharfe, dem Xylophon und den <i>entenga</i>-Trommeln werden dieselben Lieder gespielt. Nach Lois Ann Anderson (1977) kannten die Trommler 30 Lieder.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine weitere Gemeinsamkeit von Xylophon und Melodietrommeln abgesehen vom selben Repertoire sind die verzahnten (englisch <i>interlocking</i>) Rhythmen, die bei den Trommeln vier Spieler nebeneinander, beim Xylophon zwei Spieler auf einer Seite und ein weiterer Spieler gegenüber produzieren. Im Unterschied zur Harfe, die stets der Gesangsbegleitung dient, ist die Musik des Xylophons und der Trommeln rein instrumental.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die 12 Trommeln werden ungefähr wie die 12 Klangstäbe des Xylophons gestimmt. Das genaue Stimmen der Trommeln ist aufwendig und vor jedem Stück werden die Tonhöhen geprüft. Soll der Ton tiefer werden, drückt der Spieler kräftig mit dem Handballen auf die Mitte des Trommelfells. Um den Ton zu erhöhen, schlägt er mit einem der für die Rhythmustrommeln gebrauchten dicken Stöcke am oberen Rand gegen die Verschnürung.
</p><p>Zu Beginn des Spiels finden die vier Musiker der Melodietrommeln ihre gemeinsame verzahnte Rhythmusstruktur, indem sie zunächst mit ihren dünnen Stäben kaum hörbar neben das Trommelfell auf den Korpusrand schlagen. Sie sind während eines Stücks ununterbrochen im Einsatz, während die beiden Spieler der Rhythmustrommeln zu Beginn und am Ende eines Stücks rhythmische Betonungen setzen. Früher spielte hierfür ein Musiker die beiden tiefsten Trommeln zugleich, beendete das Stück aber, indem er mit beiden Stöcken nur die tiefste Trommel <i>nakawombe</i> schlug. Die Rhythmustrommel Nr. 13, <i>entemyo</i>, wurde gebraucht, um mit einem einzelnen Schlag eine rhythmische Phrase einzuleiten.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Wie beim <i>entaala</i> werden bei den Melodietrommeln drei Rhythmusmuster unterschieden: <i>okunaga</i> („beginnen“), <i>okwawula</i> („teilen“) und <i>okukoonera</i> („schlagen, klopfen“). Zwei Musiker spielen <i>okunaga</i> und <i>okwawula</i> zugleich in verschiedenen Oktaven auf den fünf Trommeln in ihren (sich überlappenden) Bereichen. Der Trommler von <i>okunaga</i> spielt auch den Rhythmus <i>okukoonera</i> in der oberen Oktave. Beim <i>entaala</i> werden diese Rhythmen von zwei Musikern gespielt. Die Bezeichnungen entsprechen denen des <i>entaala</i>, nur dass dort ein Stück mit <i>okunaga</i>, bei den Trommeln jedoch mit <i>okwawula</i>, einem kurzen <a href="Ostinato" title="Ostinato">Ostinato</a>, begonnen wird. Diesem folgt das längere melodisch-rhythmische Muster <i>okunaga</i>. Ein einzelnes Muster umfasst drei, vier oder fünf Tonstufen.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Um die melodischen Strukturen zu erlernen, sitzt der Schüler vor den für eine der drei Rhythmen verwendeten Trommeln und sein Lehrer vor den Trommeln der anderen Oktave. Zu Übungszwecken werden die Trommelkanten angeschlagen, wie dies auch zu Beginn eines Stücks geschieht. Damit lässt sich der Gebrauch der dünnen Stäbe in beiden Händen besser einüben und es ist nur ein leises Klacken zu hören. Am einfachsten ist das Muster <i>okwawula</i> bei den Stücken, die auf drei Tonstufen beschränkt sind, zu erlernen. Damit der Schüler lernt, sich auf sein Rhythmusmuster zu konzentrieren, ergänzt der Lehrer dazu den Rhythmus <i>okunaga</i>. Diese rhythmische Verzahnung von <i>okwawula</i> und <i>okunaga</i> verstärkt ein weiterer Spieler mit einzelnen Schlägen aus dem <i>okunaga</i>. Der Schüler lernt im Verlauf seines Unterrichts alle drei melodischen Rhythmusmuster, die zu einem mit den <i>entenga</i>-Trommeln gespielten Stück gehören. Lois Ann Anderson (1977) beobachtete, dass die Trommler später eine bestimmte Position an der Trommelreihe bevorzugten. Da Mitte der 1960er Jahre kein weiterer Trommelsatz außerhalb des Palastes von Kampala verfügbar war, nutzten die Schüler zum Üben auch ein <i>entaala</i>, das im Dorf des Ensembleleiters vorhanden war. Alle vier Musiker hockten sich zu diesem Zweck auf eine Seite des Xylophons.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verbreitung_der_Trommelspiele">Verbreitung der Trommelspiele</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Uganda">Uganda</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Namadu">Namadu</h4></div>

<p>Außerhalb des Königtums Buganda sind in Uganda zwei weitere Trommelspiele bekannt: <i>namadu</i> (<i>namaddu</i>) der <a href="Bagwere" title="Bagwere">Bagwere</a> im <a href="Eastern_Region_(Uganda)" title="Eastern Region (Uganda)">Osten Ugandas</a> mit sieben Trommeln und ein Satz mit sechs Trommeln <i>myel bul</i> („Trommellieder“), den die <a href="Langi" title="Langi">Langi</a> im zentralen Norden (um die Stadt <a href="Lira_(Stadt)" title="Lira (Stadt)">Lira</a>) verwenden.
</p><p>Die <i>namadu</i>-Trommeln<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> verdrängten ab der Mitte des 20. Jahrhunderts das Xylophon <i>entala</i> (<i>entaala</i>, auch <i>miruli</i>) der Bagwere. Das damals bereits seltene <i>entala</i> bestand aus sechs Klangstäben (8 Zentimeter breit, 2 Zentimeter dick und durchschnittlich 50 Zentimeter lang), die um eine Trommel ergänzt wurde, sodass dem Musiker mit dem tiefen Ton der Trommel sieben Tonstufen zur Verfügung standen. Die Stimmung entsprach derjenigen der Bagwere-Bogenharfe (<i>tongoli</i>, sechs Saiten) mit vier Tönen in einer Oktave, also einer tetratonischen Skala mit annähernd äquidistanten Intervallen.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <i>namadu</i>-Trommeln wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem kulturellen Symbol der Bagwere, gehörten aber nie zu einer höfischen Zeremonie, sondern begleiten Reinigungsrituale der Clans mit jugendlichen Tänzern. Nach einer der unterschiedlichen Erzählungen sollen die Bagwere zunächst für religiöse Zwecke das Xylophon <i>entala</i> erfunden haben. Weil die Banyole ihr Xylophon kopierten, beschlossen sie, nach dem Vorbild ihres Xylophons den Satz aus sieben gestimmten Trommeln einzuführen, weil der von keiner anderen Ethnie in Uganda verwendet wird. Nach anderen Aussagen wurde das Xylophon ersetzt, weil es nicht laut genug klang für die energiegeladenen Tänze <i>kisamadu</i>, die den Trommeln ihren Namen gaben. Die <i>namadu</i>-Trommelmusik hat eine wesentliche Funktion bei Clan-Ritualen gegen diverse Übel, die von besessen machenden Totengeistern ausgehen, wie Unfruchtbarkeit und soziales Fehlverhalten. Das <i>namadu</i>-Besessenheitsritual mit Tänzen und Kämpfen zwischen den Jugendlichen dient, wie andere Rituale, primär dazu, die mächtigen Ahnen und Clangeister zu besänftigen, um weiteren Schaden durch deren Einfluss auf die Lebenden abzuwenden.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Musik und Tänze gehören zwar traditionell zu Clanritualen, die auch ein blutiges Opfer vorsehen, werden aber auch ohne Opfer als Volksunterhaltung aufgeführt.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <i>namadu</i>-Lieder sind bis heute bekannt, weil sie weitgehend dem Repertoire der Bogenharfe entsprechen.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die sieben <i>namadu</i>-Trommeln werden von einem Musiker gespielt.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie bestehen aus einem konischen Holzkorpus, der mit einer Membran aus Rindshaut bespannt ist. Fünf der sieben Trommeln reichen üblicherweise aus, um eine Melodie zu spielen, die übrigen zwei Trommeln ergänzen den Rhythmus. Mit dünnen geraden Stöcken schlägt die linke Hand den Rhythmus auf der Basstrommel und die rechte Hand die Melodie. Die Melodietrommeln sind, beginnend mit der höchsten Trommel links neben der Basstrommel, im Halbkreis vor dem am Boden sitzenden Musiker angeordnet.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Myel_bul">Myel bul</h4></div>
<p>Wie die zwölf <i>entenga</i>- und die sieben <i>namadu</i>-Trommeln mit einem Xylophon in einer musikalischen Beziehung stehen, sind die sechs Trommeln <i>myel bul</i> der Langi mit einem anderen <a href="Idiophon" title="Idiophon">Idiophon</a> musikalisch verbunden. Dieses wird <i>bul tyang’ apena</i> („Trommel aus Schilfrohr“) genannt und besteht aus sechs Pflanzenrohren, die an zwei Stellen halb eingeschnitten sind, sodass sich drei mehr oder weniger ähnlich lange Abschnitte ergeben. Das Mittelteil des längsten Rohrs misst etwa 40 Zentimeter. Die Rohre werden an den Einschnitten rechtwinklig zu einer U-Form umgebogen und nebeneinander in den Erdboden gesteckt. Zwei Jungen schlagen mit jeweils zwei Stöcken auf die waagrechten Mittelteile der Rohre.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Wirkungsbereiche der beiden Jungen überlappen sich wie bei den Musikern der sechs nebeneinander aufgestellten Trommeln. Anders als bei den <i>entenga</i>-Trommeln steht beim <i>myel bul</i> die tiefste Trommel links vor den Musikern.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In den 1950er und 1960er Jahren scheint das Trommelspiel <i>myel bul</i> selten gewesen zu sein, denn Klaus Wachsmann machte zwar 1954 Aufnahmen von <i>ikoce</i>-Tänzen der Langi, aber ohne Trommelreihe. <i>Ikoce</i> ist ein Sprungtanz einer Gruppe von Männern, zu dem ein unisono Gesang gehört. Vorsänger und Leiter ist der Trommelspieler, der eine im Halbkreis um sich herum aufgestellte Reihe von heute acht bis zehn kleinen Röhrentrommeln mit den Händen schlägt.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein zweiter Musiker ergänzt üblicherweise einen Rhythmus mit Stöcken auf zwei separaten Trommeln.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Beim <i>abuda</i>, einem theatralischen Volkstanz, springen Lango-Männer mit Gummistiefeln und singen unisono, begleitet von zehn oder mehr Trommeln.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit einem melodisch gespielten Trommelkreis begleiten die Langi auch andere Volkstänze.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Äthiopien"><span id=".C3.84thiopien"></span>Äthiopien</h3></div>
<p>Die <a href="%C3%84thiopien" title="Äthiopien">äthiopische</a> Kesseltrommel <i><a href="Negarit" title="Negarit">negarit</a></i> (namentlich von arabisch <i><a href="Naqqara" title="Naqqara">naqqara</a></i> abgeleitet) kann als altehrwürdiges Machtsymbol politischer und religiöser Herrschaft in eine Beziehung zu den <i>entenga</i>-Trommeln gestellt werden. Einzelne große Kesseltrommeln als Zeremonialtrommeln und Insignien der Herrscher wurden im östlichen Afrika außer in Uganda und Äthiopien auch in den Königreichen von <a href="Ruanda" title="Ruanda">Ruanda</a> (vier nebeneinander, jeweils auf einem Ständer waagrecht gelagerte, riesige Kesseltrommeln <i>ingabe</i> der <a href="Tutsi" title="Tutsi">Tutsi</a>-Herrscher) und <a href="Burundi" title="Burundi">Burundi</a> (bis zu 25 senkrecht aufgestellte, aus einem Baumstamm gefertigte Bechertrommeln <i>ingoma</i>) gebraucht.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <i>negarit</i> wurde für staatliche Zeremonien und Proklamationen des Kaisers verwendet, war aber bereits vor dem Ende des Kaiserreichs 1974 praktisch verschwunden. Genauere Informationen und Bildmaterial zur Spielweise der <i>negarit</i> sind nicht überliefert. In der Zeremonialmusik wurden mehrere <i>negarit</i> mit mehreren Längsflöten <i><a href="Embilta" title="Embilta">embilta</a></i> und Langtrompeten <i><a href="Malakat" title="Malakat">malakat</a></i> gespielt. Heute werden <i>negarit</i> noch rituell in Klöstern der <a href="%C3%84thiopisch-Orthodoxe_Tewahedo-Kirche" title="Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche">äthiopisch-orthodoxen Kirche</a> eingesetzt. Der Korpus der <i>negari</i>t war eine flache Schale mit einem Durchmesser zwischen etwa 20 Zentimetern (aus Ton, Holz oder Metall) und gut 90 Zentimetern (aus Kupfer).<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Historischen Fotografien zufolge wurden mehrere große <i>negarit</i> ohne eine bestimmte Anordnung zu einer Gruppe zusammengestellt und von je einem Musiker mit gebogenen Stöcken geschlagen. Eine Miniatur in einem vor 1730 entstandenen äthiopischen Manuskript mit biblischen Szenen zeigt eine Reihe von musizierenden Figuren über einem Wolkenband. Es sind die sieben Engel aus der <a href="Offenbarung_des_Johannes" title="Offenbarung des Johannes">Offenbarung des Johannes</a>, von denen jeder einen gebogenen Stock in der erhobenen rechten Hand hält und damit auf die vor ihm stehende Kesseltrommel schlägt.
</p><p>Die paarweise Verschnürung von Kesseltrommeln, wie früher bei den <i>entenga</i> und bei anderen Trommeln in Uganda, ist auch bei den mit dem Wortumfeld <i>naqqara</i> benannten nordafrikanischen Kesseltrommeln üblich, deren Verbreitungsgebiet sich über Persien bis nach Indien erstreckt. Klaus Wachsmann (1965) erwähnt diese Ähnlichkeit, stellt aber keinen Bezug her, sondern erkennt eher eine weitreichende Verbindung bei den am Ende aufgebogenen Trommelstöcken.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Curt_Sachs" title="Curt Sachs">Curt Sachs</a> (1940) zufolge sollen die gebogenen Trommelstöcke, die auf altindischen Reliefs abgebildet und bis nach Tibet, Südindien und Südostasien verbreitet sind, ihren Ursprung im Gebiet von Iran haben.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dem ugandischen Trommelspiel am nächsten kommt in diesem Zusammenhang eine indische Miniatur aus dem 17. Jahrhundert, die erstmals in A. H. Fox Strangways (<i>The Music of Hindostan,</i> 1914) abgebildet wurde und laut Bildunterschrift einen Ausschnitt aus der „Kapitulation von Kandahar in der Sammlung Sitaram Lal von Benares“ zeigt.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Thema ist die Eroberung der damals zum <a href="Mogulreich" title="Mogulreich">Mogulreich</a> gehörenden Stadt <a href="Kandahar" title="Kandahar">Kandahar</a> durch die <a href="Safawiden" title="Safawiden">Safawiden</a> 1638. Zu sehen sind fünf in einer Reihe sitzende Musiker, die mit den Händen kleine Kesseltrommelpaare (<i>naqqara</i>) schlagen, in ihrer Mitte ein weiterer Musiker mit einem etwas größeren Kesseltrommelpaar und links am Bildrand ein stehender Musiker mit einer großen Standtrommel. Weitere Musikinstrumente dieses mogulindischen <i>naubat</i>-Ensembles sind mehrere Langtrompeten (<i><a href="Karna_(Trompete)" title="Karna (Trompete)">karna</a></i>), Kegeloboen (<i><a href="Sornay_(Musikinstrument)" title="Sornay (Musikinstrument)">surnā</a></i>) und <a href="Paarbecken" title="Paarbecken">Paarbecken</a>.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Malawi">Malawi</h3></div>

<p>Das Trommelspiel <i>likhuba</i><sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aus neun oder zehn <a href="Pentatonik" title="Pentatonik">pentatonisch</a> gestimmten Trommeln mit bis zu einem Meter Länge ist bei den Ethnien der Mang’anja in <a href="Malawi" title="Malawi">Malawi</a> und Sena im Süden von Malawi und im Nordwesten von <a href="Mosambik" title="Mosambik">Mosambik</a> bekannt.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <i>likhuba</i>-Trommeln gehören zu einem akrobatischen Männertanz <i>likhuba</i>, der früher bei einer Heilungszeremonie für eine Frau aufgeführt wurde, heute jedoch lediglich der Unterhaltung dient.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wim van Zanten (1980) gibt für denselben Trommelsatz bei den Sena in Malawi den Namen <i>ntanda</i> an.
</p><p>Bei einem Satz von neun Instrumenten spielt der leitende Musiker typischerweise fünf oder sechs Trommeln, ein Musiker die Trommeln 6 und 7, zwei weitere Musiker bedienen die beiden Basstrommeln 8 und 9. Hugh Tracey, der 1958 am <a href="Sambesi" title="Sambesi">Sambesi</a> im Süden von Malawi Aufnahmen mit <i>likhuba</i>-Trommelmusik machte, gibt die Tonhöhen wie folgt an:
</p>
<ul><li><i>gogogo</i>, höchste Trommel, 388 <a href="Hertz_(Einheit)" title="Hertz (Einheit)">Hz</a> (ungefähr g<sup>1</sup>)</li>
<li><i>usindi</i>, vier Trommeln, 324 Hz (e<sup>1</sup>), 264 Hz (c<sup>1</sup>), 228 Hz (zwischen a und b), 194 Hz (g)</li>
<li><i>ndusi</i>, 162 Hz (e)</li>
<li><i>usonjo</i>, 132 Hz (c)</li>
<li><i>ntewe</i>, 118 Hz (B)</li>
<li><i>ngunte</i>, möglicherweise 97 Hz (G)<sup id="cite_ref-Tracey,Nyasaland_54-0" class="reference"><a href="#cite_note-Tracey,Nyasaland-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Neben Trommeln und <a href="Rassel" title="Rassel">Rasseln</a> gehören die Brettzither <i><a href="Bangwe" title="Bangwe">bangwe</a></i> (mit 7 bis 14 Saiten) und das Rahmenxylophon <i><a href="Valimba" title="Valimba">valimba</a></i> (mit 20 bis 24 Klangstäben) zu den beliebtesten traditionellen Musikinstrumenten der Sena. In ihrer Musik, die auf einer äquidistanten <a href="Heptatonik" title="Heptatonik">heptatonischen</a> Skala basiert, unterscheiden die Sena zunächst einen relativen hohen Ton (<i>fala ing'ono,</i> „kleiner Ton“) von einem tiefen Ton (<i>fala ikulu,</i> „großer Ton“). Die Töne dazwischen ordnen sie nach ihrer relativen Tonstufe, geben aber nicht allen Tönen einen eigenen Namen, weshalb vier der Trommeln gleich benannt werden. Teilweise stimmen die Trommelnamen mit den entsprechenden Tonstufen bei der <i>bangwe</i> und der <i>valimba</i> überein (so bei <i>gogogo</i>, dem höchsten Ton, und <i>gunthe</i>, dem tiefsten Ton). Beim Trommelspiel, der Brettzither und beim Xylophon befindet sich stets der tiefste Ton (Membran, Saite bzw. Klangstab) auf der rechten Seite des Musikers.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Trommelmembranen werden durch Erhitzen über dem Feuer gestimmt, wodurch sich der Ton erhöht. Dazu werden die Trommeln flach auf den Boden neben ein in der Mitte brennendes Feuer gelegt. Um den dumpfen schweren Klang der Trommelschläge zu erreichen, setzen die Musiker anschließend einen Ring aus einer ölhaltigen Paste in die Mitte des Trommelfells, bei manchen Trommeln überdecken sie die Mitte des Fells vollständig mit Paste. Unmittelbar nach dem Spiel wurde, Hugh Tracey zufolge, die auf der Basis von beispielsweise <a href="Rizinus%C3%B6l" title="Rizinusöl">Rizinusöl</a> oder <a href="Schmierfett" title="Schmierfett">Schmierfett</a> angerührte Paste wieder entfernt, um nicht die Membran aufzuweichen. Die den Leiter begleitenden Rhythmustrommeln spielen den in der Region hauptsächlich gebrauchten Rhythmus von 4&nbsp;×&nbsp;3 = 12 Zählzeiten.<sup id="cite_ref-Tracey,Nyasaland_54-1" class="reference"><a href="#cite_note-Tracey,Nyasaland-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Musikethnologe Moya Aliya Malamusi traf 1988 im Township Bangwe von <a href="Blantyre_(Malawi)" title="Blantyre (Malawi)">Blantyre</a> den Musiker Mário Sabuneti, der einen Satz von sieben einfelligen Zylindertrommeln spielte. Die Membranen aus Rindshaut waren mit Holznägeln am Rand des Holzkorpus befestigt. Die achte Trommel war eine zweifellige Zylindertrommel mit gegeneinander verschnürten Membranen. Drei der nach der Tonskala des Xylophons (<i>valimba</i>) gestimmten Trommeln standen senkrecht auf dem Boden, die übrigen fünf lagerten waagrecht übereinander in einem Holzgestell. Der Musiker spielte allein alle acht Trommeln mit etwa 30 Zentimeter langen Stäben, nur die unten im Gestell liegende große Basstrommel schlug er mit einer selbst gebauten <a href="Fu%C3%9Fmaschine" title="Fußmaschine">Fußmaschine</a>. Außerdem sang er, während sein Begleiter eine zweite Stimme ergänzte. Sabuneti gab seinem Instrument den Namen <i>samba ngoma</i>, gemeint als Aufforderung zum Tanzen.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nigeria">Nigeria</h3></div>

<p>Bei den <a href="Igbo_(Ethnie)" title="Igbo (Ethnie)">Igbo</a> im Süden <a href="Nigeria" title="Nigeria">Nigerias</a> sind drei Trommelspiele bekannt, die aus kleinen einfelligen Zylindertrommeln bestehen: <i>ese, ukom</i> und <i>mgba</i>. Bei allen Trommeln ist die Membran an einer in der Mitte des Holzkorpus umlaufenden Pflanzenfaserwicklung festgebunden und mit mehreren, in die Wicklung geschobenen Holzkeilen verspannt.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Trommelspiele sind Sprechtrommeln und die Varianten werden für bestimmte Bestattungszeremonien gebraucht.
</p><p>Die <i>ese</i>-Trommeln haben Durchmesser zwischen 10 und 20 Zentimeter und eine Höhe zwischen 13 und 18 Zentimeter. Vier Melodietrommeln entsprechen einem zylindrischen Holzmörser mit einem geschlossenen Boden. Hinzu kommt eine an der Unterseite offene „Geistertrommel“ (<i>muo ese</i>) mit einem tiefen unbestimmten Ton, die für rhythmische Punktierungen (<i>isu nkwa</i>) als Rhythmustrommel verwendet wird. Damit besitzt die <i>ese</i> einen Tonumfang von fünf Stufen, die vor jedem Einsatz sorgfältig gestimmt werden. Die Tonintervalle von einer kleinen <a href="Terz_(Musik)" title="Terz (Musik)">Terz</a>, einer großen <a href="Sekunde_(Musik)" title="Sekunde (Musik)">Sekunde</a> und einer übermäßigen Sekunde bedeuten in Verbindung mit dem Rhythmus einen Buchstaben oder eine Silbe der gesprochenen <a href="Tonsprache" title="Tonsprache">Tonsprache</a>. Der Schlag der „Geistertrommel“ steht für den abfallenden Ton der Stimme. Die rhythmische Struktur der Sprache wird mit den Trommeln genau wiedergegeben.
</p><p>Hauptsächlich verwendet werden die Trommeln von den Ngwa, einer Untergruppe der Igbo, für die drei aufeinanderfolgenden Zeremonien beim Tod eines bedeutenden männlichen Gemeindemitglieds. Dem Trommler kommt dabei die Aufgabe zu, sprachlich mit den Ahnen und Geistern in Kontakt zu treten. Mit den so Heraufbeschworenen soll ein dramatischer Dialog entstehen.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Bedeutung, die dem präzisen Einsatz der Trommeln beigemessen wird, machen die drei auf den Anlass bezogenen Varianten des <i>ese</i>-Trommelsatzes deutlich: <i>Ese elu ulo</i> („Dachspitzen-<i>ese</i>“) wird nur bei der Bestattungszeremonie eines politisch und wirtschaftlich außerordentlich bedeutenden Mannes gespielt. <i>Ese ike</i> („machtvolles ese“) gilt einem Verstorbenen von überdurchschnittlichen Verdiensten und <i>ese akpukpo</i> („Trommelfell-<i>ese</i>“) gebührt einem Mann mit standesgemäßen Verdiensten. Diese Trommelklassen entsprechen den drei hierarchischen Stufen der Verstorbenen und dem sorgsam darauf abgestimmten Aufwand bei den Bestattungszeremonien.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die beiden anderen Trommelspiele der Igbo sind <i>ukom</i> mit neun bis zehn ähnlich großen Zylindertrommeln und <i>(nkwa) mgba</i> mit neun auf eine andere Skala gestimmten Trommeln. Die <i>ukom</i> werden von zwei Musikern und die <i>mgba</i> von drei Musikern gespielt.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Trommeln stehen in einer geraden oder gekrümmten Reihe auf dem Boden. <i>Ukom</i> ist eine bei der Bestattungszeremonie einer bedeutenden Igbo-Frau gespielte Musik. Gelegentlich werden <i>ukom</i> oder die anderen Trommelsätze als „Xylophon-Trommel“ bezeichnet. Der leitende Musiker spielt alle zehn Trommeln und sein Begleiter ergänzt auf den tieferen vier bis sechs Trommeln zur Melodie ostinate harmonische Strukturen.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Mgba</i>-Musik begleitet – alternativ zu einem Ensemble mit einem Zwei-Platten-Xylophon, einer <a href="Schlitztrommel" title="Schlitztrommel">Schlitztrommel</a>, einer Doppelglock und der Flöte <i><a href="Oja_(Fl%C3%B6te)" title="Oja (Flöte)">oja</a></i> – Ringerwettkämpfe (<i>egwu mgba</i> oder <i>ekere mgba</i>) und andere gesellschaftliche Anlässe wie Taufzeremonien oder die Eröffnung einer Gemeindeinstitution.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Myanmar">Myanmar</h3></div>

<p>Das in einer gebogenen Reihe auf dem Boden aufgestellte nigerianische Trommelspiel <i>ukom</i> erinnert in Größe, Zahl und Anordnung der Trommeln an den indischen Trommelkreis <i><a href="Tabla_Tarang" title="Tabla Tarang">tabla tarang</a>,</i> der jedoch erst im 19. Jahrhundert als seltenes Melodieinstrument in die <a href="Klassische_indische_Musik" title="Klassische indische Musik">klassische indische Musik</a> eingeführt wurde und deshalb nicht als Argument für eine alte Kulturverbindungen herangezogen werden kann. Die <i>tabla tarang</i> ist auch nicht mit einem Xylophon musikalisch verbunden.
</p><p>Dagegen wurden um die Mitte des 20. Jahrhunderts die ugandische <i>entenga</i>, der Trommelkreis <i><a href="Hsaing_Waing" title="Hsaing Waing">hsaing waing</a></i> in <a href="Myanmar" title="Myanmar">Myanmar</a> und die Trommelreihe <i>taganing</i> in <a href="Indonesien" title="Indonesien">Indonesien</a> von Vertretern <a href="Diffusionismus" title="Diffusionismus">diffusionistischer</a> Theorien angeführt, um einen Kulturaustausch von Asien nach Afrika zu belegen, wie dies etwa <a href="Jaap_Kunst" title="Jaap Kunst">Jaap Kunst</a> 1960 anhand des kleinen indonesischen Perkussionsinstruments <i><a href="Kemanak" title="Kemanak">kemanak</a></i> versuchte.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Parallelen unter den Trommelspielen werden auch ohne die genannten Theorien festgestellt.<sup id="cite_ref-Yampolsky_64-0" class="reference"><a href="#cite_note-Yampolsky-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Musik Myanmars ist durch den seit dem 1. Jahrtausend in Südostasien verbreiteten und in der Kulturtradition tief verankerten <a href="Gong#Buckelgongs" title="Gong">Buckelgong</a> geprägt. Im klassischen Ensemble gruppieren sich um den Buckelgongkreis <i>kyi waing</i> Xylophone, die Kegeloboe <i><a href="Hne" title="Hne">hne</a></i>, der mit seinem kreisrunden Gestell dem Buckelgongkreis entsprechende Trommelkreis <i>hsaing waing</i> (auch <i>pat waing</i>), einzelne Trommeln und weitere Idiophone. Das <i>hsaing waing</i>-Ensemble wird für die Musik im Freien bei Theateraufführungen, religiösen Anlässen und sämtlichen Festveranstaltungen eingesetzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sumatra">Sumatra</h3></div>

<p>Im klassischen indonesischen <a href="Gamelan" title="Gamelan">Gamelan</a> von <a href="Java_(Insel)" title="Java (Insel)">Java</a> und <a href="Bali" title="Bali">Bali</a> bilden waagrecht in einer Reihe angeordnete Buckelgongs (<i><a href="Bonang" title="Bonang">bonang</a></i>), in Gestellen hängende Buckelgongs, <a href="Metallophon" title="Metallophon">Metallophone</a> (<i>saron</i>) und zweifellige Fasstrommeln (<i><a href="Kendang" title="Kendang">kendang</a></i>) das melodisch-rhythmische Zentrum. Die einzigen Melodieinstrumente, die wie die burmesische <i>hne</i> einen anhaltenden Ton produzieren, sind entweder die Bambusflöte <i><a href="Suling" title="Suling">suling</a></i> oder die Spießgeige <i><a href="Rebab" title="Rebab">rebab</a></i>. Buckelgongs werden manchmal im Rechteck um den Spieler, aber nicht im Kreis aufgestellt. Melodisch gespielte Trommelkreise sind auf den <a href="Malaiischer_Archipel" title="Malaiischer Archipel">Malaiischen Inseln</a> nicht bekannt, außer auf <a href="Sumatra" title="Sumatra">Sumatra</a>.
</p><p>Bei den <a href="Batak" title="Batak">Batak</a> in der Provinz <a href="Sumatra_Utara" title="Sumatra Utara">Nordsumatra</a> heißt das dem Gamelan vergleichbare Orchester <i>gondang</i> (Toba-Batak) oder <i>gendang</i> (Karo-Batak), sprachlich mit <a href="Indonesische_Sprache" title="Indonesische Sprache">indonesisch</a> <i>kendang</i> (<i>gendang</i>, „Trommel“) verbunden. Eine ähnliche Basis von Idiophonen (Buckelgongs <i><a href="Ogung" title="Ogung">ogung</a></i>) wie beim Gamelan wird durch die Kegeloboe <i>sarune</i> melodisch ergänzt. Hinzu kommt beim <i>gondang</i> der Toba-Batak als Entsprechung zum burmesischen <i>hsaing waing</i> das Trommelspiel <i>taganing</i>, das aus einer Reihe von fünf unterschiedlich gestimmten einfelligen Röhrentrommeln besteht.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die fünf <i>taganing</i> (auch <i>tataganing</i>) besitzen einen leicht bauchigen, aus dem Stamm eines <a href="Jackfruchtbaum" title="Jackfruchtbaum">Jackfruchtbaums</a> (indonesisch <i>nangka</i>, <a href="Bataksprachen" title="Bataksprachen">Bataksprachen</a> <i>pinasa, sangkotan</i>) geschnitzten Holzkorpus mit einem breiten Rand als Standfläche am unteren offenen Ende.<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die über den Korpusrand gezogene Membran aus Wasserbüffel-, Rinds- oder Ziegenhaut wird in einer für Sumatra spezifischen Methode gespannt. Sechs Holzstifte sind waagrecht durch zwei Löcher in der Membran gesteckt und dienen als Anker, um eine <a href="Rattan" title="Rattan">Rattanschnur</a> zu fixieren, die am unteren Korpusrand um eingeschlagene Holznägel verläuft. Jeweils zwei benachbarte Spannschnüre werden miteinander verdreht und durch eine in der Mitte des Korpus umlaufende Schnur in dieser Position gesichert.<sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine sechste größere Basstrommel <i>gordang</i> von rund einem Meter Länge dient der rhythmischen Akzentuierung. Sie wird von einem zweiten Spieler mit zwei Stöcken geschlagen.
</p><p><a href="Artur_Simon" title="Artur Simon">Artur Simon</a> (1984) gibt für einen <i>taganing</i>-Trommelsatz folgende Maße an:<sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ol><li><i>anak ni taganing</i> („Kind der <i>taganing</i>“), Länge 43 Zentimeter, Membrandurchmesser 16 Zentimeter</li>
<li><i>paidua</i> („die zweite“), Länge 45 Zentimeter, Durchmesser 16 Zentimeter</li>
<li><i>paitolu</i> („die dritte“), Länge 45 Zentimeter, Durchmesser 18 Zentimeter</li>
<li><i>paiopat</i> („die vierte“), Länge 46 Zentimeter, Durchmesser 19 Zentimeter</li>
<li><i>pailima</i> („die fünfte“), Länge 49 Zentimeter, Durchmesser 20 Zentimeter</li></ol>
<p>Mit den <i>taganing</i> werden den Gongspielen entsprechende, schnelle melodisch-rhythmische Formeln in einer Ritualmusik gespielt, mit der Ahnengeister angerufen werden sollen. Der Musiker schlägt mit Stöcken entweder eine rhythmische Basis ähnlich dem Taktgeber <i>hesek-hesek</i> (Eisenplatte oder mit einem Nagel geschlagene Bierflasche) oder er folgt der Melodielinie der <i>sarune</i>. Die fünf Töne der <i>sarune</i> sind nicht einheitlich, aber meistens auf die aufeinanderfolgenden Stufen einer <a href="Diatonik" title="Diatonik">diatonischen</a> Skala gestimmt. Die fünf Trommeln werden hingegen in weiteren Intervallen – ungefähr in Terz- und Quartabständen – gestimmt. Beim parallelen Zusammenspiel der beiden Instrumente ergeben sich somit zwar ein übereinstimmender Rhythmus, aber völlig verschiedene Melodielinien.
</p><p><i>Taganing</i> werden vom Leiter (<i>pargonsi</i>) des <i>gondang</i> gespielt. Ob die <i>taganing</i> eher rhythmisch oder eher melodisch geschlagen werden, ist vom einzelnen <i>gondang</i> und dem rituellen Anlass abhängig. Das zeremonielle Ensemble <i>gondang somba-somba</i><sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> begleitet einen Stehtanz von Frauen und Männern, der zu großen traditionellen Festen gehört. Das Ensemble besteht aus einem <i>taganing</i>-Trommelsatz, einer Basstrommel <i>gordang</i>, einer Kegeloboe <i>sarune,</i> einem tiefen Buckelgong <i><a href="Ogung#Toba" title="Ogung">ogung oloan</a></i>, je einem weiteren Gong <i>ogung pangalusi, ogung doal na godang</i> und <i>ogung panggora</i> sowie dem Taktgeber <i>hesek-hesek</i>. Ursprünglich begleitete das <i>gondang somba-somba</i> einen Trancetanz.<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Sind eine oder mehrere zweisaitige Zupflauten <i><a href="Hasapi" title="Hasapi">hasapi</a></i> beteiligt, ergibt sich der Ensembletyp <i>hasapi taganing</i>, der für kleinere Rituale in geschlossenen Räumen in Frage kommt.<sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wie <i>entenga</i> und <i>hsiang waing</i> stehen die <i>taganing</i> mit einem Xylophon musikalisch in Beziehung: dem <i>garantung</i>. Anfang des 20. Jahrhunderts bestand das <i>garantung</i> aus fünf dicken Klangstäben, heute sind es meist sieben oder acht aufgehängte Klangstäbe. Das Xylophon wird von den Toba-Batak in der Ritualmusik, Unterhaltungsmusik und im Batak-Musiktheater <i>uning-uningan</i> eingesetzt.<sup id="cite_ref-72" class="reference"><a href="#cite_note-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das <i>garantung</i> hat einen großen Teil des Repertoires mit dem Trommelspiel <i>taganing</i> gemeinsam und wird von einigen Musikern auch <i>taganing</i> genannt. Gestimmte Trommelspiele sind auch von drei anderen, mit den Toba-Batak verwandten Ethnien in Nordsumatra bekannt, den Pakpak, den Simalungung und den Mandailing. Dort werden sie aber eher rhythmisch und weniger als Melodieinstrument verwendet.<sup id="cite_ref-Yampolsky_64-1" class="reference"><a href="#cite_note-Yampolsky-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der <a href="Klassifizierungen_von_Musikinstrumenten#Mandailing" title="Klassifizierungen von Musikinstrumenten">Musik der Mandailing</a> heißt dieses Ensemble <i>gordang sambilan</i> („neun Trommeln“).<sup id="cite_ref-73" class="reference"><a href="#cite_note-73"><span class="cite-bracket">[</span>73<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die ungerade Zahl Neun symbolisiert Vollkommenheit und Macht. Sie ergibt sich aus vier „männlich-weiblichen“ Trommelpaaren, die um eine kleine Trommel <i>enek</i> („Kind“) vervollständigt werden, weshalb dieses Ensemble früher für königliche Zeremonien reserviert war.<sup id="cite_ref-74" class="reference"><a href="#cite_note-74"><span class="cite-bracket">[</span>74<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine ähnliche symbolische Bedeutung für die Gesellschaft wird den neun Buckelgongs des Gongspiels <i><a href="Meko_(Gong)" title="Meko (Gong)">meko</a></i> auf der kleinen östlichen Insel <a href="Roti_(Insel)" title="Roti (Insel)">Roti</a> zugesprochen.<sup id="cite_ref-75" class="reference"><a href="#cite_note-75"><span class="cite-bracket">[</span>75<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
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<li><a href="Klaus_Wachsmann" title="Klaus Wachsmann">Klaus Wachsmann</a>: <i>Some Speculations Concerning a Drum Chime in Buganda.</i> In: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://ignca.gov.in/Asi_data/45369.pdf"><i>Man,</i> Band 65</a>, Januar–Februar 1965, S. 1–8</li>
<li>Klaus Wachsmann: <i>Tribal Crafts of Uganda. Part Two: The Sound Instruments.</i> Oxford University Press, London 1953</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
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<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.monitor.co.ug/uganda/lifestyle/reviews-profiles/entenga-music-that-soothed-kings-1663114"><i>Entenga: Music that soothed kings</i>.</a> Monitor, 5. Januar 2021</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text">Lois Ann Anderson, 1977, S. 13f, 16f</span>
</li>
<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Lois Ann Anderson, 1977, S. 20–24, 27</span>
</li>
<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=kNHSiXyr5NA"><i>Traditional cultural drums of Bagwere – Namadu.</i></a> Youtube-Video (Sieben <i>namadu</i>-Trommeln werden mit brennendem Stroh gestimmt. Ein Musiker spielt alle Trommeln, sein Begleiter die beiden höchsten. Ekstatischer Tanz auf einer Bühne.)</span>
</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">Klaus Wachsmann, 1953, S. 319; Sue Carole DeVale: <i>Harp. III. Africa. 2. Organology and construction. (iii) Construction, materials and stringing.</i> In: <i>Grove Music Online</i>, 2001</span>
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<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">James Isabirye, 2021, S. 54</span>
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<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">James Isabirye, 2021, S. 64; vgl. Peter Cooke: <i>Namaddu</i>. In: <i>Grove Music Online</i>, 22. September 2015</span>
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<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text">James Isabirye, 2021, S. 56</span>
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<li id="cite_note-37"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-37">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=5JVfW6HReew"><i>Namaddu Troupe – Drum Solo – The Singing Wells project.</i></a> Youtube-Video (Solo mit sechs <i>namadu</i>-Trommeln, aufgenommen in <a href="Distrikt_Budaka" title="Distrikt Budaka">Budaka</a>, 2013)</span>
</li>
<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text">James Isabirye, 2021, S. 59</span>
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<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text">K.A. Gourlay, Peter Cooke: <i>Bul tyang’ apena</i>. In: <i>Grove Music Online</i>, 13. Januar 2015</span>
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<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text">Klaus Wachsmann, 1965, S. 6</span>
</li>
<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=od_hJGiITUo"><i>Ikoce Cultural Dance (www.langotv.co.cc).</i></a> Youtube-Video (Halbkreis von neun Röhrentrommeln <i>myel bul</i> beim <i>ikoce</i>-Tanz in Lira, Norduganda, 2009 oder früher)</span>
</li>
<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Cooke: <i>Fieldwork in Lango, Northern Uganda Feb – Mar 1997.</i> In: <i>African Music,</i> Band 7, Nr. 4, 1999, S. 66–72, hier S. 67</span>
</li>
<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=7P9TVfXGNr4"><i>Local Dance Group from Lango perform Abuda dance.</i></a> Youtube-Video (Trommelspiel ab Minute 3:40 sichtbar)</span>
</li>
<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=aNpE0N7WEMY"><i>A Lango Cultural Dance by St. Gracious Secondary School, Lira.</i></a> Youtube-Video (Mädchentanz in <a href="Lira_(Stadt)" title="Lira (Stadt)">Lira</a>)</span>
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<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text">Jos Gansemans, Barbara Schmidt-Wrenger: <i><a href="Musikgeschichte_in_Bildern" title="Musikgeschichte in Bildern">Musikgeschichte in Bildern</a>.</i> Band 1: <i>Musikethnologie</i>. Lieferung 9: <i>Zentralafrika</i>. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1986, S. 44–47</span>
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<li id="cite_note-46"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-46">↑</a></span> <span class="reference-text">Timkehet Teffera: <i>Kettledrums: The Case of the Ethiopian Nägarit. Insignia of Ancient Royal Power.</i> In: <i>Música em Contexto,</i> Band 13, Nr. 2, 2020, S. 85–118, hier S. 97</span>
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<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text">Klaus Wachsmann, 1965, S. 7f</span>
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<li id="cite_note-48"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-48">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Curt_Sachs" title="Curt Sachs">Curt Sachs</a>: <i>The History of Musical Instruments</i>. W. W. Norton &amp; Company, New York 1940, S. 157f</span>
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<li id="cite_note-49"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-49">↑</a></span> <span class="reference-text">Arthur Henry Fox Strangways: <i>The Music of Hindostan.</i> Clarendon Press, Oxford 1914, S. 77, Tafel 6; <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/musicofhindostan00foxs/page/n103/mode/1up">Textarchiv&nbsp;– Internet Archive</a></span>
</li>
<li id="cite_note-50"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-50">↑</a></span> <span class="reference-text">Abgebildet auch in: Klaus Wachsmann, 1965, S. 7, und: Reis Flora: <i>Styles of the Śahnāī in Recent Decades: From naubat to gāyakī ang.</i> In: <i>Yearbook for Traditional Music</i>, Band 27, 1995, S. 52–75, hier S. 55</span>
</li>
<li id="cite_note-51"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-51">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=_7dt5xJlJhs"><i>Malawi – Likhuba Dance Song with 9 Tuned Drums.</i></a> Youtube-Tonaufzeichnung</span>
</li>
<li id="cite_note-52"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-52">↑</a></span> <span class="reference-text">Andrew Tracey: <i>Mozambique. 3. Instruments and instrumental music. (ii) Membranophones.</i> In: <i>Grove Music Online,</i> 2001</span>
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<li id="cite_note-53"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-53">↑</a></span> <span class="reference-text">Timothy Ntilosanje: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.musicinafrica.net/magazine/traditional-dances-malawi"><i>Traditional dances of Malawi.</i></a> In: <i>Music in Africa,</i> 29. Mai 2015</span>
</li>
<li id="cite_note-Tracey,Nyasaland-54"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Tracey,Nyasaland_54-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Tracey,Nyasaland_54-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><i>Southern and Central Malawi: Nyasaland 1950, '57, '58.</i> Aufnahmen Hugh Tracey. Als CD veröffentlicht von <i>African Library and Sound Archive,</i> 2000 (SWP 013), Track 3 und 4; <a rel="nofollow" class="external text" href="https://vital.seals.ac.za/vital/access/manager/Repository/vital:39952/SOURCE1?site_name=GlobalView">Track 3 als mp3</a></span>
</li>
<li id="cite_note-55"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-55">↑</a></span> <span class="reference-text">Wim van Zanten: <i>The Equidistant Heptatonic Scale of the Asena in Malawi</i>. In: <i>African Music</i>, Band 6, Nr. 1, 1980, S. 107–125, hier S. 110</span>
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<li id="cite_note-56"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-56">↑</a></span> <span class="reference-text">Moya Aliya Malamusi: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://journal.ru.ac.za/index.php/africanmusic/article/download/1930/1005"><i>Samba Ng'oma eight – The drum chime of Mário Sabuneti.</i></a> In: <i>African Music: Journal of the International Library of African Music</i>, Band 7, Nr. 1, 1991, S. 55–71, hier S. 57, 64. <i>Samba ngoma</i> bedeutet in <a href="Chichewa" title="Chichewa">Chichewa</a> „bade! Trommel“. <i>Samba</i> ist der Imperativ von <i>kusamba</i>, „sich waschen“.</span>
</li>
<li id="cite_note-57"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-57">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://recherche.smb.museum/detail/1584931/ese"><i>Ese. Zylindertrommelspiel. 1993.</i></a> Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum (Abbildung)</span>
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<li id="cite_note-58"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-58">↑</a></span> <span class="reference-text">Meki Nzewi, Israel Anyahuru, Tom Ohiaraumunna: <i>Beyond Song Texts: The Lingual Fundamentals of African Drum Music.</i> In: <i>Research in African Literatures,</i> Band 32, Nr. 2 (<i>The Landscape of African Music</i>), Sommer 2001, S. 90–104, hier S. 94f, 97</span>
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<li id="cite_note-59"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-59">↑</a></span> <span class="reference-text">Meki Nzewi: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://journal.ru.ac.za/index.php/africanmusic/article/view/1262"><i>Ese music: honours for the dead: status for the sponsor.</i></a> In: <i>African Music: Journal of the International Library of African Music,</i> Band 6, Nr. 4, 1987, S. 90–107, hier S. 92</span>
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<li id="cite_note-60"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-60">↑</a></span> <span class="reference-text">Meki Nzewi, Israel Anyahuru, Tom Ohiaraumunna, 2001, S. 95</span>
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<li id="cite_note-61"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-61">↑</a></span> <span class="reference-text">Meki Nzewi: <i>Letters to the Editor.</i> In: <i>African Music</i>, Band 6, Nr. 1, 1980, S. 136f</span>
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<li id="cite_note-62"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-62">↑</a></span> <span class="reference-text">Joshua Uzoigwe, Israel Anyahuru: <i>Igbo Master Musician</i>. In: <i>The Black Perspective in Music</i>, Band 14, Nr. 2, Frühjahr 1986, S. 126–142, hier S. 137, 142</span>
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<li id="cite_note-63"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-63">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Jaap_Kunst" title="Jaap Kunst">Jaap Kunst</a>: <i>The Origin of the Kemanak</i>. In: <i>Bijdragen tot de Taal-, Land- en Volkenkunde</i>, 116, Nr. 2, Leiden 1960, S. 263–269</span>
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<li id="cite_note-Yampolsky-64"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Yampolsky_64-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Yampolsky_64-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Philip Yampolsky: Review der Doppel-LP (1984): <i>Nordsumatra/Indonesien: Gondang Toba.</i> Artur Simon (Aufnahmen und Begleittext). In: <i>Ethnomusicology</i>, Band 30, Nr. 1, Winter 1986, S. 150–152</span>
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<li id="cite_note-65"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-65">↑</a></span> <span class="reference-text">R. Anderson Sutton: <i>South-east Asia. 2. Instruments and ensembles.</i> In: <i>Grove Music Online</i>, 2001</span>
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<li id="cite_note-66"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-66">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Artur_Simon" title="Artur Simon">Artur Simon</a>: <i>Instrumentalmusik der Toba- und Karo-Batak. Nordsumatra/Indonesien.</i> Doppel-CD, Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Völkerkunde, 1999. (Aufnahmen 1976–1981, Erstveröffentlichung als LPs 1984) Begleitheft, S. 12</span>
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<li id="cite_note-67"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-67">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.metmuseum.org/art/collection/search/503231"><i>Taganing Drum</i>.</a> The Metropolitan Museum of Art</span>
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<li id="cite_note-68"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-68">↑</a></span> <span class="reference-text">Artur Simon: <i>Instrumentalmusik der Toba- und Karo-Batak. Nordsumatra/Indonesien.</i> Begleitheft, S. 13</span>
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<li id="cite_note-69"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-69">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=lmgF8Tpd5Iw"><i>Posther Sihotang dkk – Gondang Somba-Somba.</i></a> Youtube-Video (Ensemble <i>gondang somba-somba</i> und Stehtanz von Frauen)</span>
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<li id="cite_note-70"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-70">↑</a></span> <span class="reference-text">Artur Simon: <i>Instrumentalmusik der Toba- und Karo-Batak. Nordsumatra/Indonesien.</i> Begleitheft, S. 29f</span>
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<li id="cite_note-71"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-71">↑</a></span> <span class="reference-text">Mark Perlman: <i>Indonesia. VI. Sumatra. 2. Selected musical cultures and regions. (i) Batak. (a) Toba.</i> In: <i>Grove Music Online</i>, 2001</span>
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<li id="cite_note-72"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-72">↑</a></span> <span class="reference-text">Gini Gorlinski: <i>Garantung.</i> In: <i>Grove Music Online</i>, 28. Mai 2015</span>
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<li id="cite_note-73"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-73">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=17b8JGT5XBo"><i>Gordang Sambilan – Mandailing Gongs and Drums in Ulu Pungkut, North Sumatra, Pt. 2.</i></a> Youtube-Video</span>
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<li id="cite_note-75"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-75">↑</a></span> <span class="reference-text">Agastya Rama Listya: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://ourarchive.otago.ac.nz/view/pdfCoverPage?instCode=64OTAGO_INST&amp;filePid=13397309040001891&amp;download=true"><i>The Conceptualization and Sustainability of Rotenese Gong Music.</i></a> (Dissertation) University of Otago, Dunedin (Neuseeland) 2018, S. 105</span>
</li>
</ol></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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